Wieso ist hier nicht mehr los?
Hallo da draußen,
Holger hier.
Eigentlich sollten hier immer wieder Beiträge eingestellt werden, die sich mit der Kommunalpolitik hier in der Stadt beschäftigen. Insbesondere auch von mir, der ich als Stadtverordneter in der Stadtverordnetenversammlung sitze. Und jetzt habe ich dieses Mandat schon gute zwei Jahre und außer unserem ersten Versuch, einen Podcast auf die Beine zu stellen, ist hier noch nicht viel passiert.
Das liegt nicht daran, dass ich kein Interesse mehr daran habe, von meinem Tun zu berichten oder dass es nichts zu erzählen gibt, ganz im Gegenteil. Ich bin zum Beispiel Mitglied im Ausschuss für Soziales (einschl. Gleichstellung, Interkulturelles, Familie und Kinderbetreuung) und im Ausschuss für Bildung und Schule, deren Sitzungen übrigens genauso wie die der Stadtverordnetenversammlung auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind, falls sich das mal jemand selbst ansehen möchte.
Dazu kommen dann noch Fraktionssitzungen und diverse andere Termine, sowie meine eigenen Vorhaben und Gedanken und die der anderen hier. Da ist also auch viel spannendes, interessantes, wirres und manchmal einfach witziges dabei, das durchaus seinen Platz hier haben könnte. Bevor ich dieses Mandat inne hatte, waren meine Verpflichtungen durchaus überschaubar. Ich hatte mich in erster Linie um meine Gesundheit zu kümmern und hatte damit ja auch schon eine Aufgabe für sich – zur Einordnung: ich bin chronisch krank, bin auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen und habe drumherum so einiges an gesundheitlichen Problemen am Start. Da ich aufgrund dessen Grundsicherung bei voller Erwerbsminderung bekomme (das ist so ein wunderbares Amtsdeutsch), waren Phasen, in denen es mir von der Psyche her nicht gut ging, nie ein besonderes Problem. Dann geht’s eben mal ein paar Tage nicht so gut, ich zieh mich ein wenig zurück und irgendwann geht’s wieder etwas besser.
Dies hat sich mit dem Mandat und den damit verbundenen Verpflichtungen verändert. Ich habe gemerkt, dass es mir zunehmend schwerer fiel, nicht nur all meine Aufgaben und Verpflichtungen, sowie die Dinge, die zum erhalt meiner Gesundheit nötig sind unter einen Hut zu bringen und dabei zusätzlich auch noch regelmäßig von meiner politischen Arbeit zu berichten. Insbesondere Depressionen und eine damit einher gehende Schreibblockade haben mich dabei oft ausgebremst.
Ich habe mich dazu entschieden mit diesen Schwierigkeiten einen offenen Umgang zu pflegen da ich glaube, dass es zum einen mir dadurch leichter fällt einige Hürden zu überwinden und zum anderen damit ihr, wer immer ihr auch sein mögt die Zusammenhänge nachvollziehen könnt.
Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, diesen Text zu schreiben und damit auch für mich einen Anfang zu machen. Ich möchte versuchen, regelmäßig von meiner Arbeit als Stadtverordneter zu berichten und auch meine persönlichen Herausforderungen nicht auszuklammern. „
Insbesondere das Vernetzen mit anderen Menschen und Gruppen fällt mir schwer und ich stehe mir dabei häufig selbst im Weg, allerdings habe ich auch hier in der letzten Zeit ein paar gute Schritte voran gemacht und möchte das in nächster Zeit ausbauen.
Ich freue mich über jeden, der mich auf diesem Weg begleitet und bin gespannt, was die nächste Zeit mit sich bringt. Ich hoffe, dass dieser Text einen Einblick in meine Situation gibt und wir hier doch noch was auf die Beine stellen können.